June 2007

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Es ist sehr nett, auf seinen eigenen Fundus an älteren Blogbeiträgen zurückgreifen zu können und auf diese zu verweisen, wenn man etwas neues zu einem ähnlichen Thema schreibt. Wenn man dann aber liest, was man damals eigentlich geschrieben hat, graust es einem gelegentlich – mir zumindest.

Was tut man? Verbessert man alte Texte nachträglich oder nicht? Inhaltlich wohl eher nicht, schließlich war das geschriebene damals die eigene Ansicht und das Datum bei Artikeln spielt eine wichtige Rolle. Stil-, Rechtschreib- oder sprachliche Fehler bessere ich aber auch noch nachträglich aus, wenn sie mir auffallen.

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Wenn man es geschafft hat, eine gewisse Stammleserschaft für sein Blog zu gewinnen und diese die eigenen Beiträge kommentiert, macht bloggen erst richtig Spaß. Es ist unheimlich spannend, die Reaktionen und Meinungen der Leser auf das zu bekommen, was man von sich gibt.

Die Spannung ergibt sich, finde ich, nicht zuletzt daraus, dass es sehr schwer ist, die Reaktion der Leser auf einen gewissen Text vorherzusehen. Artikel, in die mehr Arbeit geflossen ist und mit denen man selbst ganz zufrieden ist, werden oft still akzeptiert, während ein Zweizeiler eine lange Diskussion entfachen kann. Manche Blogger geben offen zu, das auszunutzen und ein Thema nicht selbst zu erschlagen, sondern den Lesern Gelegenheit zu sinnvollem Beitragen zu geben. Das mag und mache ich nicht, wahrscheinlich wegen des Beigeschmacks von Unaufrichtigkeit und Manipulation. Besser alles raushauen, was mir zum Thema einfällt.

Ab und zu wird man enttäuscht und die Kommentare zu einem Text, im dem man nach eigener Einschätzung eine gewagte Meinung vertritt und den man nicht allzu schwer angreifen könnte, bleiben still. Aber das macht nichts, denn der umgekehrte Fall, in dem man unerwartet viel Rückmeldung bekommt, gleicht das mehr als aus.

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