October 2007

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Normalerweise bin ich ja recht flott, alle meine Blogs auf die jeweils neueste Version von WordPress zu bringen. Als neulich 2.3 veröffentlicht wurde, habe ich es mir aber verkniffen und zwar vor allem, weil ich auf ein Plugin gewartet habe, das die Handhabung der neuen eingebauten Schlagworte (tags) erleichtert, indem es unter anderem beim Schreiben von neuen Beiträgen die schon existierenden Tags anzeigt und per Klick hinzufügen lässt.

Jetzt gibt es so ein Plugin: Simple Tags.

Und weil auch gleich noch WP 2.3.1 herauskam, habe ich mir immerhin ein Upgrade erspart. Trotzdem dauert sowas mit gleichzeitigen Upgrade des Layouts und diverser Plugins immer etwas länger, als man sich das gedacht hat. Ich spiele ja mit dem Gedanken, alle Blogs auf Subversion umzustellen, denn hier im BlogBlog habe ich bisher keine schlechten Erfahrungen damit gemacht.

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Ich bin – außer mich selbst – nicht selten auch versucht, Blogbeiträge anderer in den Kommentaren zu korrigieren, vor allem wenn Grammatikfehler im Text sind.

Die Motivation ist dabei eher nicht Besserwisserei, sondern Fremdschämen. Ich will es dem Schreiber am liebsten ersparen, dass noch mehr Leute den Fehler lesen und deshalb schlecht von ihm denken. Genau deshalb sind mir offensichtliche Tippfehler egal, das kann passieren. Aber Fehler wie das und dass zu verwechseln oder andere wirkliche Denkfehler in Satzbau und Grammatik bin ich geneigt zu kommentieren.

Trotzdem tu’ ich es meist nicht, aus (falscher?) Höflichkeit oder weil man eben doch unweigerlich als Besserwisser rüberkommt. Ich sollte aber wohl trotzdem, denn ich selbst freue mich, wenn ich auf einen peinlichen Fehler hingewiesen werde. Dann ist er nämlich weg.

Dieser kleine Text hat einen konkreten Anlass. :)

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Der AK Vorratsspeicherung, dessen Banner oben rechts in der Ecke dieser Seite klebt, hat eine neue Aktion: Wir speichern nicht.

Es geht darum, Webseitenbetreiber zu überzeugen, nicht die IP-Adressen zu speichern, anhand derer im Prinzip jeder Besucher einer Seite identifizierbar ist. Die Argumente dafür sind zahlreich und schließlich ist es nur vernünftig, bei sich selbst anzufangen, wenn man generell gegen ein permanent überwachtes Internet ist.

Zwei Punkte werden jedoch verhindern, dass viele Blogs das von der Aktion vergebene Gütesiegel anstreben werden. Zum einen binden Blogger gern alle möglichen kleinen Applets, Grafiken oder Buttons von externen Diensten ein und betreiben Besucherdatenweitwurf. Das gleiche gilt für YouTube-Videos und Google-Anzeigen, mit denen auch ich “sündige”. Auch lobenswerte Aktionen wie diese fallen raus, weil der Banner extern nachgeladen wird. Das gilt sogar im Prinzip für die ausklappende Ecke des AK-Vorrat; weil deren Seite jedoch selbst nicht speichert, geht das wohl in Ordnung.

Vieles davon kann man richtig machen, indem man die Dateien auf der eigenen Seite vorhält, anstatt sie bei jedem Zugriff nachladen zu lassen, andererseits ist es zum Beispiel sinnvoll, dass der AK Vorrat die Grafik der Ecke austauschen kann, um auf aktuelle Demos oder Aktionen hinzuweisen. Bei Videos kann man statt des fertigen Kodschnipsels einen Screenshot machen, den in den Beitrag einbauen und davon auf die externe Seite mit dem Video verlinken. Das erfordert aber jedes Mal mehr Arbeit und ein ständiges Bewusstsein der Problematik.

Zum anderen lieben Blogger ihre Zugriffsstatistik. Es ist interessant, zu wissen, wo die eigenen Leser herkommen, wieviele es sind, welche Seiten sie sich ansehen usw. Wenn man, wie vorgeschlagen in seinem Webserver mod-ipremove aktiviert, stehen nicht nur keine IP-Adressen mehr in den Logs, sondern Webanwendungen wie WordPress bekommen sie auch nicht mehr mit. Das betrifft unter anderem die Kommentare. Die Referrer, also Information über die Seite, von der Besucher auf die eigene kommen, bleiben zwar in den Logs erhalten, aber es können keine “Sitzungen” mehr analysiert werden, das heißt man weiß nicht mehr welcher Besucher zuerst auf welche Seite ging und dann weiter auf eine andere. Die Anzahl der unterschiedlichen Besucher pro Tag wird auch nutzlos.

Man gibt also das Wissen über seine Leser auf (externe Statistik-Anwendungen verbieten sich ja sowieso, s.o.). Es mag einem Außenstehenden seltsam erscheinen, aber Blogger (und Webseitenbetreiber generell) legen mehr Wert auf diese Zahlen, als sie gern zugeben. Neugier und Narzissmus geben sich da wohl die Hand und ich schließe mich da gar nicht aus. Nichtsdestotrotz läuft seit gestern mod-ipremove im Webserver, der alle meine Seiten (siehe Sidebar) ausliefert.

Da ich das Einbinden externer Information schon immer vermieden habe, sollten alle Seiten den Anforderungen des “Gütesiegels” von wirspeichernnicht.de genügen. Ausnahmen sind wie gesagt die gelegentlichen Videos und die Werbung auf fiket.de.

Mir doch egal wer ihr alle seid! ;)

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