Manchmal will man längere Artikel nicht ganz auf der Startseite seines Blogs haben, sondern nur den ersten Teil. Bei WordPress funktioniert dieser Mechanismus mit (ohne Leerzeichen), das auf der Startseite durch einen Text mit Link auf den vollen Artikel ersetzt wird. Was dieser Text ist, kann man anpassen.

Nun die Frage: Hat es irgendjemand geschafft, eine sprachlich saubere Lösung dafür zu finden? Sie sollte zum einen nach einen kurzen (Halb-)Satz passen, in dem man darauf hinweisen kann, was noch alles kommt. Und zum anderen ohne Hässlichkeiten wie “nach dem Klick” auskommen.

Auf Fiket habe ich “Weiterlesen »” als Linktext. Das kann alleine nach einem fertigen Satz stehen; es böte sich auch die Formulierung “Für bla bla bitte weiterlesen” an (mit dem Link auf dem letzten Wort), aber da der Linktext in der Vollansicht des Artikels nicht mehr angezeigt wird, hat man dort dann einen unfertigen Satz stehen.

Gibt es ein Plugin, mit dem man den Mechanismus aufbohren kann? Optimal wäre es, optional in jedem Fall den Linktext angeben zu können.

Nachtrag, 10. Aug. 07: Ich war eben kurz davor, ein entsprechendes Plugin zu schreiben, das einem erlaubt zu benutzen. Als ich mir anschaute, wie das Zusammenspiel der diesbezüglichen Funktionen und Parameter in WordPress eigentlich funktioniert, kam ich zu dem Schluss, dass man mit einem Filter nicht viel weiter kommt und eigentlich get_the_content überschreiben müsste, weil da nachgeschaut wird, wo das more steht und entsprechend ersetzt wird. Und was sieht man da (Zeile 86)? Dass der Text nach “more” per RegExp schon abgefangen wird und tatsächlich den bisherigen Linktext ersetzt. Das von mir gewünschte Feature ist also schon implementiert! Sehr schön, aber meines Wissens schlecht dokumentiert. -Man würde erwarten, dass das hier steht.- Ich habe es mal hier nachgetragen.

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Standardformate und offener Quellcode machen es möglich: Die Links in der Seitenleiste werden jetzt automatisch aus der OPML-Datei generiert, die mein Feed-Reader exportiert. Das heißt, dass sich die Blogroll automatisch aktualisiert, wenn ich neue RSS-Feeds abonniere oder alte rauswerfe.

Link zum Plugin.

Nachtrag, 9. Aug. 2007: Mit einem quick-and-dirty Skript (Code weiter unten) filtere ich jetzt die OPML-Datei, so dass nur gewisse Ordner angezeigt werden. Eine Variante des oben verlinkten Plugins zeigt dann die Blogroll auf Fiket als geschlossene Ordner an, die erst nach einem Klick aufklappen. (Kann mal bitte jemand kurz testen, ob das Ausklappen auch mit dem Internet Exploder funktioniert?) Die Links sind natürlich trotzdem immer im Quellcode und werden von vorbeikommenden Robotern registriert. Wer ohne JavaScript braust sieht gleich die ganze Liste.

Jetzt noch das Skript: Read the rest of this entry »

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Dieses Blog ist nicht nur meine Schutthalde für meta-content, sondern auch technisches Experimentiertfeld für Upgrades, Plugins und anderen Kram, den ich nicht gleich auf meine anderen Blogs loslassen will. So sind zum Beispiel sowohl das Theme als auch WordPress selbst hier nicht die stabilen Versionen, sondern die aktuell in Entwicklung befindlichen, die man aus der Versionskontrolle bekommt.

Auffälligste Änderung der nächsten WordPress-Version 2.3 scheint das Tagging-System zu sein, Verschlagwortung also. Das beliebteste Plugin, das das bisher übernahm, ist der Ultimate Tag Warrior und die Import-Funktion von diesem ins neue WordPress-System scheint ihren Dienst hier brav getan zu haben. Was es noch nicht zu geben scheint, ist ein Admin-Interface, beispielweise um Schlagworte umzubenennen oder zu löschen. Außerdem hoffe ich, dass es die Möglichkeit geben wird, schon befindliche Tags beim Schreiben eines Beitrags auszuwählen, anstatt wie gerade, nur eine Eingabezeile zu haben, in die man tippen muss.

Dokumentation darüber, wie man die Tags im Theme anzeigen lässt und wie man eine tag-cloud anzeigt, habe ich bisher auch noch nicht gefunden. Es gibt auch eine Routine, mit der man Kategorien in Tags umwandeln kann, und ich frage mich, wie man sich das Zusammenspiel der beiden vorgestellt hat. Sollen etwa die Kategorien ganz durch Tags ersetzt werden?

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Es ist sehr nett, auf seinen eigenen Fundus an älteren Blogbeiträgen zurückgreifen zu können und auf diese zu verweisen, wenn man etwas neues zu einem ähnlichen Thema schreibt. Wenn man dann aber liest, was man damals eigentlich geschrieben hat, graust es einem gelegentlich – mir zumindest.

Was tut man? Verbessert man alte Texte nachträglich oder nicht? Inhaltlich wohl eher nicht, schließlich war das geschriebene damals die eigene Ansicht und das Datum bei Artikeln spielt eine wichtige Rolle. Stil-, Rechtschreib- oder sprachliche Fehler bessere ich aber auch noch nachträglich aus, wenn sie mir auffallen.

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Wenn man es geschafft hat, eine gewisse Stammleserschaft für sein Blog zu gewinnen und diese die eigenen Beiträge kommentiert, macht bloggen erst richtig Spaß. Es ist unheimlich spannend, die Reaktionen und Meinungen der Leser auf das zu bekommen, was man von sich gibt.

Die Spannung ergibt sich, finde ich, nicht zuletzt daraus, dass es sehr schwer ist, die Reaktion der Leser auf einen gewissen Text vorherzusehen. Artikel, in die mehr Arbeit geflossen ist und mit denen man selbst ganz zufrieden ist, werden oft still akzeptiert, während ein Zweizeiler eine lange Diskussion entfachen kann. Manche Blogger geben offen zu, das auszunutzen und ein Thema nicht selbst zu erschlagen, sondern den Lesern Gelegenheit zu sinnvollem Beitragen zu geben. Das mag und mache ich nicht, wahrscheinlich wegen des Beigeschmacks von Unaufrichtigkeit und Manipulation. Besser alles raushauen, was mir zum Thema einfällt.

Ab und zu wird man enttäuscht und die Kommentare zu einem Text, im dem man nach eigener Einschätzung eine gewagte Meinung vertritt und den man nicht allzu schwer angreifen könnte, bleiben still. Aber das macht nichts, denn der umgekehrte Fall, in dem man unerwartet viel Rückmeldung bekommt, gleicht das mehr als aus.

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Private Blogs können unerwartete Auswirkungen haben. Ein junger Ingenieur aus Göteborg bewarb sich auf eine Stelle in einer anderen Stadt, wurde jedoch abgelehnt. In den Papieren die er zurückgeschickt bekam, fand er einen Ausdruck des Blogs seiner Freundin, in dem sie sich geäußert hatte, dass sie nur ungern aus Göteborg wegziehen würde. Es klebte ein Zettel am Ausdruck mit der Aufschrift “Was tun?”.

Dass Arbeitgeber ihre Bewerber googeln, ist wohl nicht ungewöhnlich, aber das Blog sei angeblich anonym geführt worden. Außerdem darf man sich fragen, welche Relevanz die Aussage der Freundin für die Bewerbung hat. Das Unternehmen hat zugegeben, dass es ein Versehen war, den Ausdruck mit zurückzuschicken, will sich aber nicht dazu äußern inwieweit das Blog eine Rolle bei der Entscheidung gespielt hat.

(Quelle, englisch)

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Fünf Dinge

Die meschuggene mischpoke fragt an.

Fünf Dinge, die ich habe, aber nicht will:

  • Kurzsichtigkeit.
  • regelmäßige Emails von Kreationisten.
  • eine kaputte Netzwerkkarte im Laptop.
  • einen Teppich aus gelben Wellensittichfedern.
  • hemmungslosen Optimismus, wenn es darum geht, die Zeit einzuschätzen, die eine Sache brauchen wird.

    Fünf Dinge, die ich will, aber nicht habe:

  • ein wirklich gutes Gedächtnis.
  • Zeit, all das zu lesen und zu schreiben, das ich gerne möchte.
  • ein richtiges Weitwinkelobjektiv (10mm) für meine Kamera.
  • Kaffee. Jetzt!
  • echte Ahnung von Musik.

    Fünf Dinge, die ich nicht habe und nicht will:

  • ein Auto.
  • einen Pass der mich per Funk verrät.
  • Interesse für Sport.
  • Religion oder allgemeiner: das Bedürfnis, einen tieferen Sinn in der Welt zu sehen.
  • Microsoft Windows.

    Fünf Menschen, die dies (hoffentlich) noch nicht beantwortet haben, von denen ich mir das aber wünsche:

  • Andi, Olli, Niels, Steffen und Burkhard

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Der Mark wirft mir das Re:Publica Stöckchen zu. Entschuldige mein Gedächtnis, Mark, aber haben wir uns da getroffen?

Was war das und wo geht das hin?
Klassentreffen mit Leuten, die man noch nie getroffen hat. Kontakthof. Nabelschau. Konsensveranstaltung. Super entspannt und gemütlich. All das hat man über die Re:Publica hinterher gelesen. Für mich war es vor allem eines: Urlaub in Berlin mit der Gelegenheit mir ein Bild von den Leuten zu machen, die man sonst nur liest. Ich hatte eine gute Zeit. Wo es hingeht? Keine Ahnung. Es gibt Aussagen, dass es eine Fortsetzung geben wird, aber ich befürchte die Leute, die sagen, dass es in dieser Form nicht wiederholbar ist, haben Recht. Ich fand das Medienecho erstaunlich groß.

Wo ist dein Geld und aus welchem Blog hast du es?
Geld aus dem Blog? Hahaha. Natürlich wäre es nett, vom Bloggen leben zu können, wer würde das ablehnen? Aber es ist ziemlich illusorisch für die meisten aus dem “long tail”, zu dem auch ich mich rechne.

In wen hast du dich auf der re-publica verliebt?
Niemanden. Es war aber eine sehr gute Gelegenheit, die eigenen Multitasking-Skillz zu trainieren. Dem Vortag zuhören, gleichzeitig darüber bloggen, bei Technorati lesen, was die anderen in der letzten Stunde von sich gegeben haben, die SMS-Wand im Auge behalten (ggf. auch im Browser), an den richtigen Stellen mitlachen, sich im IRC mit den Leuten neben und vor einem über den aktuellen Vortag auslassen und mitbekommen, wie es gerade in den anderen Räumen ist. Yay!

Warum gibt es so viel Hirnwichserei in den Blogs?
Weil Blogs von Menschen geschrieben werden.

Wer ist dein Blog-Star und was hat er gesagt?
Starkult mag ich nicht. Es wurde viel vernünftiges gesagt, auch einiger Unsinn. Namen braucht es keine.

Weiter geht es an: Bernie, Christian, Tim und Stefan, sofern sie denn wollen.

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Noch eins

Nur zwei Tage nach diesem Stöckchen kam auch schon das nächste angeflogen. Das lag jetzt etwas länger unbeantwortet, vor allem, weil ich einige der Fragen doof fand. Ich nehme mir deshalb auch die Freiheit, die Anzahl der Antworten zu den einzelnen Fragen nach deren Wichtigkeit zu variieren.

4 Jobs, die du in deinem Leben gerne getan hättest:

  • Getan hättest? Ich weiß nicht einmal jetzt, was ich in Zukunft tun will.
  • Als Händler zur Hansezeit hätte ich mich wohlgefühlt, glaube ich. Sofern das mir im richtigen Leben abgehende Handelsgeschick inbegriffen wäre. Basis am liebsten in Visby.

    4 Filme, die du immer wieder anschauen kannst:

  • Blues Brothers
  • Hero
  • V for Vendetta
  • Life of Brian
  • High Fidelity
  • Kill Bill

    4 Städte in denen du gerne gelebt hättest:

  • Schon wieder eine “was wäre wenn”-Frage. Na gut.
  • Berlin in den Goldenen Zwanzigern
  • Ljubljana gerade jetzt
  • Visby zur Zeit der Hanse

    4 Plätze, in denen du im Urlaub warst:

  • Katterjokk, Schweden
  • Güstrow, Deutschland
  • San Pedro de Atacama, Chile
  • Trondheim, Norwegen
  • Delhi, Indien

    4 deiner Lieblingsserien:

  • Battlestar Galactica
  • Firefly
  • Anders och MÃ¥ns
  • Monty Python’s Flying Circus

    4 Plätze wo du gerade gern wärst:

  • Hä? Wenn ich jetzt gern woanders wäre, würde ich da hinfahren.

    4 Bücher, die du gerne gelesen hast:

  • Hesse – Demian
  • Sagan – The Demon-Haunted World
  • Lindgren – Vi pÃ¥ SaltkrÃ¥kan
  • Spitzer – Geist im Netz
  • Niemi – Populärmusik frÃ¥n Vittula
  • Tolkien, The Hobbit & Lord of the Rings

    4 CDs, die du immer wieder hören kannst:

  • Get Behind Me Satan – The White Stripes
  • Deep Cuts – The Knife
  • Graceland – Paul Simon
  • Magical Mystery Tour – The Beatles
  • Electro-Shock Blues – Eels
  • Aqualung – Jethro Tull
  • Lest We Forget – Marilyn Manson

    4 Blogger, denen du das Stöckchen weitergibst:

  • Nö, diesmal nicht.
  • Ich habe gleich noch zwei weitere Stöckchen zu beantworten, die ich auch weiterreichen werde, und dieses hier war wie gesagt nicht so pricklend. Wer es will, greife zu. :)

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Es war immer wieder ein Lacher auf der Re:Publica, wenn jemandem “der Blog” oder “meinen Blog” herausrutschte. Dann kamen sofort die Rufe durch den Saal, dass das doch bitte “das Blog” heiße. Einige scheinen da richtiges Engagement zu entwickeln.

Ich selbst benutze meist den sächlichen Artikel, aber bin auch mal inkonsequent. Bis vor kurzem war der Titel dieses Blogs “Das BlogBlog – ein reiner Metablog”. Leute, die die (laut Duden zulässige) maskuline Form benutzen, bekommen dann gleich das Standardargument zu hören, Blog komme ja schließlich vom Logbuch und sei deswegen Neutrum.

Lasst uns das aber noch einmal auseinandernehmen, auch wenn ich mich wiederhole. Vorab zwei allgemeine sprachliche Tatsachen:

  1. Das Geschlecht eines zusammengesetzen Wortes wird vom letzten Teil bestimmt. Die Haustür, das Reihenhaus.
  1. Lehnworte aus einer anderen Sprache haben nicht notwendigerweise das gleiche Geschlecht wie das gleichbedeutende Nicht-Frendwort. Der Drink, das Getränk. Das Ticket, die Fahrkarte.

    Wenn man das deutsche Geschlecht von “weblog” ableiten will, muss man sich also nur um das von “log” kümmern. Es gibt “das Log” sogar im Deutschen und damit ist das Seefahrtinstrument gemeint, das den ersten Teil von “Logbuch” bildet. Das Log an sich hat aber herzlich wenig mit dem Weblog zu tun, denn der Zusammenhang ergibt sich erst aus dem Logbuch, dessen Geschlecht wiederum erstens von “Buch” bestimmt wird und zweitens nie mit “Log” abgekürzt wird.

    Dass “Log” trotzdem in der Bedeutung “Protokoll” oder “Tage- bzw. Fahrtenbuch” ins Deutsche Einzug nimmt, liegt daran, dass es im Englischen sehr wohl das Wort “log” (wiederum von “logbook”) in der eben genannten Bedeutung gibt. Bei der deutschen Verwendung handelt es sich also um ein Lehnwort und bei “Blog” erst recht.

    Jetzt braucht man sich nur doch die beiden Punkte oben in Erinnerung rufen, um einzusehen, dass weder die Ableitung aus dem Deutschen noch die aus dem Englischen das neutrale Geschlecht von “Blog” bedingen. “Der Blog” ist also erst falsch, wenn alle nur noch “das Blog” benutzen.

    Ach, und es heißt das Nutella!

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